Personal Training im Fitnessstudio

Der Personal Trainer im Studio – Ein sinnvolles Leistungsangebot

Im Interview mit der Fitness Management vom DDSV durfte ich folgende Fragen zum Thema Personal Training im Fitness-Studio beantworten

fMi: Herr Kieß, stellen Sie den PREMIUM PERSONAL TRAINER CLUB bitte vor.
Den PREMIUM PERSONAL TRAINER CLUB habe ich 1999 gegründet – mit der Intention Personal Trainer in ihrer Tätigkeit zu unterstützen und eine Plattform für eine Gemeinschaft zu schaffen. Ich bin davon überzeugt, dass man durch den Erfahrungsaustausch miteinander in einer Gemeinschaft im Leben weiter kommt als Einzelkämpfer. Demzufolge ist der PREMIUM
PERSONAL TRAINER CLUB eine Gemeinschaft aus hochqualifizierten Trainern, die sich alle einem Qualitätsstandard angepasst haben, der 2002 ins Leben gerufen wurde und weltweit der höchste Standard ist. Die Trainer  eine Aufnahmeprüfung ablegen und sich regel mäßig den Standards unterziehen. Ein weiterer Aspekt, wofür der PREMIUM PERSONAL TRAINER CLUB steht, bezieht sich auf die Klienten – ich garantiere gegen über den Klienten genau diese hohen Qualitätsstandards. Wenn jemand über unsere Homepage einen Personal Trainer kontaktiert, dann garantiere ich ihm, dass er hier einen Top-Experten findet, der nicht nur Trainingsexperte ist, sondern das Beste für Körper, Geist und Seele bietet.
Welche Vorteile bietet Ihr Netzwerk für den Studiobetreiber?
Falls in einem Fitness-Studio die Trainer nicht selbst als Personal Trainer arbeiten, kann sich der Studiobetreiber über unsere Internetplattform vertrauensvoll an einen Trainer in seiner Region wenden und diesen als Personal Trainer bei sich im Studio einsetzen. Des Weiteren ist es auch vorteilhaft, da Studiobetreiber den Personal Trainern ihr Studio zur Verfügung stellen können, d. h. der Trainer kann mit seinen Klienten  dem Fitness-Studio trainieren. So kann durch einen externen Trainer der Bedarf am Personal Training geweckt werden. Außerdem ist es eine  für das Studio.
Dem Personal Training haftet  vielen Teilen der Gesellschaft immer noch das Image „unbezahlbar“ oder „nur für Prominente“ an. Hat sich das in den letzten Jahren gewandelt?
Ja, denn es gibt immer mehr Menschen, die sich einen Personal Trainer gönnen, um endlich ihre Ziele zu erreichen bzw. schneller ihre Ziele zu erreichen. Es gibt nichts Effektiveres als das 1:1 Training, bei dem man immer den Personal Trainer dabei hat. Fakt ist aber auch, dass Personal Training die individuellste Dienstleistung der Welt ist. Man bekommt sehr viel Beachtung, Wertschätzung und der Trainer setzt sich intensiv mit seinen Klienten auseinander. Diese hochqualifizierte Premium-Dienstleistung ist keine günstige Dienstleistung, aber auch keineswegs unbezahlbar. Es geht hier um Gesundheit und die ist das wichtigste Gut der Menschen. Ein qualifizierter und professionell arbeitender Personal Trainer wird EUR 85,- brutto (inkl. MwSt.) aufwärts pro Stunde kosten. In liegen die Honorare bei EUR 85,- bis EUR 150,- pro Stunde.
Weit über die Hälfte der Fitness-Anlagen, die als Einzelbetriebe geführt werden, bieten Personal Training an, bei den Kettenbetrieben immerhin über 20 %. Dennoch hat man den Eindruck, als würde die Einbettung des Personal Trainings in die jeweiligen Studiokonzepte oft verbesserungswürdig sein. Wie ist Ihr Eindruck?
Diesen Eindruck kann ich bestätigen und ich kenne nur wenige Fitness-Studios, die mit Personal Training nennenswerte Umsätze erzielen. Ich kenne auch viele Trainer, die nach einiger Zeit aufhören, da sie aufgrund der Umsatzbeteiligung frustriert sind. Das führt dann meist zu einer hohen Fluktuationsrate unter den Trainern. Oder aber die Studiobetreiber sind frustriert, da die Trainer nicht ernsthaft, hoch engagiert und motiviert als Personal Trainer arbeiten. Das Grundproblem ist Folgendes: Es muss für den Trainer eine Auszeichnung sein, als Personal Trainer arbeiten zu dürfen. Das muss dem Studiobetreiber bewusst sein. Mit dem Personal Training bietet er eine hochexklusive Dienstleistung an. Es ist nicht nur eine etwas individuellere Fitness-Betreuung. Ganz  entscheidend ist die Persönlichkeit des Trainers und die muss vom Studiobetreiber auf Herz und Nieren geprüft werden. Dazu gehört nicht nur, welche Qualifikationen der Trainer im Bereich des Personal Trainings erlangt hat, sondern die soziale Kompetenz.
Gibt es ein paar Grundregeln, die man für die erfolgreiche Implementierung von Personal Training in sein Studio beachten sollte?
Ich glaube, dass in vielen Studios die Kommunikationswege nicht richtig genutzt werden. Teilweise nimmt man es kaum wahr, dass Personal Training im Studio angeboten wird. Für die Kunden muss beschrieben werden, was Personal Training ist. Es müssen Flyer verteilt werden oder aber auch Post verschickt werden, in der das neu angebotene Personal Training dargestellt wird und vor allem welche Vorteile es bietet. Auch müssen die Trainer vorgestellt werden. Die Rezeption bildet einen ganz wichtigen Teil der Kommunikation. An der Rezeption muss das Personal Training verkauft werden – man kann auch Informationsveranstaltungen und Vorträge dazu anbieten. Am wichtigsten beim Personal Training ist die Persönlichkeit des Trainers – er muss  überdurchschnittliche Fähigkeiten im Bereich der sozialen Kompetenz besitzen und fachlich über den Dingen stehen – er muss kommunizieren, motivieren und begeistern können. Das Training mit einem Personal Trainer ist nicht einfach nur ein Training – es wird Zeit benötigt, speziell für die Vor- und Nachbereitung. Aus diesem Grund kann das Training auch nicht nur EUR 50,- kosten. Das besondere am Personal Training ist die Tatsache,dass man individuell arbeiten kann.
Wie geht man als Studiobetreiber vor, wenn man einen oder mehrere Personal Trainer in sein Studioangebot einbinden möchte?
Als Studiobetreiber habe ich die Kompetenz zu beurteilen, ob ich vor mir einen guten oder nicht so guten Personal Trainer habe. Wenn diese Kompetenz nicht gegeben ist, dann sollte man sich einen Experten suchen, der das beurteilen kann. Der Trainer muss geprüft werden – Verkaufsgespräch, Eingangscheck speziell für Personal Trainer. Der Eingangscheck kann nicht so einfach sein wie
bei einem normalen Fitnesstrainer, er muss viel tiefgründiger und intensiver sein. Auch hier kann man sich einenExperten suchen, der den Check durchführen kann. Beim PREMIUM PERSONAL TRAINER CLUB kann ich dem Studiobetreiber garantieren, dass er einen Top-Experten an die Hand bekommt. Der Studiobetreiber sollte grundsätzlich entscheiden, ob der Personal Trainer bei ihm angestellt ist und das Training während der Arbeitszeit absolviert oder wird der Trainer freiberuflich engagiert und steht auf Abruf. Der freiberufliche Trainer sollte neben einer Berufshaftpflicht, einer Krankenversicherung und einem Erste-Hilfe-Schein fundierte Ausbildungsnachweise über seine umfassende Ausbildung vorlegen. Auch sollte man auf Scheinselbstständigkeit achten. Ich persönlich würde dem Trainer eine Probezeit geben. Außerdem würde ich den Trainer testen, in dem er einen Test-Klienten bekommt, ohne dass er etwas davon weiß. Das sind die wichtigsten Punkte, die zu beachten sind. Sollte es Anfragen geben, stelle ich mich auch gerne für eine Beurteilung zur Verfügung, um festzustellen, ob ein Trainer geeignet ist oder nicht. In den USA ist das Konzept Personal Training in den Anlagen mittlerweile absoluter Standard und weit verbreitet.
Die Amerikaner sind in den Entwicklungen der Fitnessbranche oft ein Vorreiter auch für den deutschen Markt – Ihrer Meinung nach auch in Sachen Personal Training? Oder anders gefragt: Wo sehen Sie das Personal Training in Deutschland in 10 Jahren?
Ich glaube, dass es in Deutschland und Amerika unterschiedliche Trainingskonzepte gibt. In Amerika kommt man ins Studio und sieht 50 Fotos von Trainern an der Wand hängen – das Mitglied kann sich demnach jede Woche neu entscheiden, mit wem das Training stattfindet. Ich habe gehört, dass es in Amerika nicht so typisch ist, mit einem Trainer zu Hause zu trainieren. Es findet viel  im Studio statt. In Deutschland ist das anders – hier hat es angefangen, dass das Training zu Hause oder Outdoor stattfindet, aber nicht im Studio. Erst in den letzten Jahren kam die Entwicklung des Personal Trainings im Fitness-Studio. Ich empfehle auch den Studiobetreibern, den Personal Trainern die Freiheit zu geben, mit den Klienten draußen zu trainieren. Ein weiterer Gegensatz zu Amerika ist, dass die Trainer in Deutschland deutlich teurer sind. In Amerika findet das Training auf 30-45 Minuten Basis statt, bei mir gibt es das Training kaum unter 90 Minuten. Ich trainiere mit meinem längsten Klienten seit 15 Jahren und ich glaube auch, dass so etwas nicht typisch für Amerika ist. Ich lehne mich so weit aus dem Fenster zu behaupten, dass wir in Deutschland eine bessere Qualität des Personal Trainings haben. Auch das deutsche Qualitätsmanagement, wie den PREMIUM PERSONAL TRAINER CLUB, gibt es in Amerika nicht – zumindest konnte ich bei meinen Recherchen dazu nichts finden. In 10 Jahren sehe ich das Personal Training als etablierte Dienstleistung – dazu gibt es auch einen Artikel in der Welt am Sonntag von 2006. Das steht auch zu Beginn in meinem Buch „Zukunft Personal Training“ – darin geht auch hervor, dass 2020 der Beruf des Personal Trainers der bestbezahlte Beruf weltweit sein wird. Das ist ein Ergebnis des Weltwirtschaftsgipfels in Davos. Und warum? – die Menschen haben Sehnsucht nach Individualität.Ich hoffe nur, dass das Personal Training nicht verramscht wird, so wie es derzeit der Fall ist, im Sinne von „Ich biete Personal Training für EUR 30,-“. Das ist ein absolutes No-Go.Link zur „fitness MANAGEMENT
Keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben