Folge 007 – Kleingruppen-Personal-Training

Was genau ist ein Kleingruppen-Personal-Training? Was unterscheidet ein Kleingruppen-Personal-Training von einem Personal Training? Ist ein Angebot von Kleingruppen-Training für einen Personal Trainer sinnvoll oder nicht? Welche Vorteile hat er dadurch? Und warum bin ich absolut kein Fan des Begriffs Kleingruppen-Personal-Training?

In meinem heutigen Podcast möchte ich diesen Fragen auf den Grund gehen und aufzeigen, dass wir uns als Personal Trainer keinen Gefallen tun, wenn wir den Begriff Kleingruppen-Personal-Training für ein Kleingruppen-Training nutzen. Und was für uns Personal Trainer nicht so sinnvoll ist, ist auch für Fitnessstudios nicht sinnvoll. Auch sie sollten diesen Begriff nicht fälschlich einsetzen.

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Und nun wünsche ich Dir viel Spaß beim Hören!

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Meine Empfehlungen für Deine Weiterbildung:

3 Kommentare
  • Frank M. Konieczka
    Veröffentlicht um 12:57h, 25 März Antworten

    Folge 007 – Kleingruppen-Personal-Training

    Bei dem Titel “Kleingruppen-Personal-Training” zu diesem Podcast sträuben sich mir bereits die Nackenhaare und mein Adrenalinhaushalt fängt an zu kochen! Wenn es heißen würde “Kleingruppen versus Personal-Training” wäre eine klare Trennung, welche meines Erachtens zwingend notwendig ist, bereits zu erkennen gewesen. Der Begriff “Personal Training” beinhaltet den Inhalt “PERSÖNLICH” (!!!), so dass es keine Gruppe sein kann, nein sein darf. “Personal Training” ist individuell und das schließt sich in einer Gruppe definitiv aus. Wenn ich auch in einer Dreiergruppe individuell auf eine Person eingehen will, dann muss ich zwangsläufig den anderen beiden Personen, das heißt nicht im Personal Training-Modus, weniger Aufmerksamkeit angedeihen lassen. Ein Drittel (33%) sind auch mathematisch keine Individualität. Das hat dann nichts mehr mit “Personal Training” zu tun! Wer mehrere Personen zum Personal Training-Tarif abfertigen will, der soll es gefälligst auch so nennen, “Kleingruppentraining”! Nur wenn endlich der Begriff “Personal Training” einheitlich und richtig erst einmal von den Personal Trainern gelebt wird, dann kann er auch von allen Klienten und der Allgemeinheit richtig verstanden werden. Und, er kann auch erst dann offiziellen Status erreichen, wenn er EINHEITLICH geregelt, verstanden und gelebt wird. Der “Bäcker” schneidet auch keine Haare, der “Friseur” stellt keine Wurst her und der “Fleischer” fertigt keine leckeren Torten usw. “Personal Training” ist wie der “Personal Trainer” EIN(s)zigartig!

  • Wiktor Baranowski
    Veröffentlicht um 13:01h, 25 März Antworten

    Hallo lieber Eginhard! Ich höre Deinen Business Podcast schon seit einiger Zeit und wollte Dir sehr für Deine darin geteilten Einblicke und Meinungen danken!
    Mit Deinem Podcast zum „Kleingruppen-Personaltraining“ hast Du bei mir auch ein Thema angesprochen, dass mich sehr beschäftigt. Und zwar, weil ich mit meinem Team ebenso ein „Kleingruppen-PT“ anbiete, es aber relativ wenig mit dem Format gemein hat, was Du beschrieben hast und was häufig auch in den großen Fitnessstudios angeboten wird.

    Eine repräsentative Darstellung eines echten Kleingruppen-PT-Formats habe ich daher sehr vermisst und bisher auch nirgendwo anders gesehen/erfahren. Daher will ich hier kurz darstellen, wodurch sich für mich ein echtes Kleingruppen-PT definiert. Ich teile aber gleichzeitig Deine Meinung. Das was Du beschrieben hast, hat in meinen Augen wenig mit PT zu tun und stiftet eher Verwirrung hinsichtlich der Begrifflichkeiten beim Verbraucher.

    Unser Kleingruppen-PT Format ist für maximal 3 Trainees ausgelegt. Wir haben es auch schon Mal mit 4 ausprobiert aber die Erfahrung gemacht, dass unsere Arbeitsweise nur bis zu 3 Trainees eine gute Betreuungsqualität sichern kann. Jeder Trainee, der im Kleingruppen-PT Format trainieren möchte, muss bei uns zum Start mind. 6 1:1 PT-Einheiten absolvieren. In diesen Einheiten führen wir eine Bewegungsanalyse durch und erstellen auf dieser Grundlage ein individuelles Programm, mit dem wir den Trainee in den Folgeeinheiten sukzessive vertraut machen. In der Regel sind unsere Kleingruppen-PT Anwärter nach diesen 6 initialen 1:1 Einheiten für unser Kleingruppen-Personaltraining bereit. Dort wird das Training anschließend nach einem individuellen Plan (bedarfsgerecht und nach den Vorlieben/Wünschen/Zielen des Trainees), der regelmäßig aktualisiert wird, fortgeführt. Aber eben nicht 1:1, sondern mit einem Betreuungsverhältnis von bis zu 1:3. Und es kostet auch keine 15-30€ wie eine Zirkeltraining-Kleingruppen-Animationen (so benenne ich die von Dir beschriebenen Kleingruppen-PT’s), sondern eben 50-80 € pro Training, weil die erfolgreiche und qualitative Durchführung so eines Angebots eben viel Know-How und Erfahrung bedarf.

    Das war jetzt natürlich nur eine ganz grobe Beschreibung dessen, wie wir ein Kleingruppen-Personaltraining durchführen. Auf die Details, kann ich in diesem Format nicht zu Genüge eingehen – das wäre eher etwas für ein Wochenend-Seminar. Aber vielleicht noch kurz zu meinem Hintergrund, damit das oben Geschriebene in einen besseren Kontext eingebettet und verstanden werden kann. Ich bin studierter Sportwissenschaftler und habe den Beruf des Personal Trainers nicht aus Alternativenlosigkeit gewählt. Stattdessen hatte ich bereits vor der Aufnahme meines Studiums das Fernziel „Personal Trainer“ im Blick und mit der entsprechenden Hingabe und sorgfältigen Planung strebte ich diesem Berufsziel auch entgegen. Soll nur so viel heißen, dass ich diesen Job liebe, genauso wie den intensiven Umgang mit Menschen im Fitnesscoaching/-training. Dennoch nehme ich das Konzept des Kleingruppen-PT’s als eine wahre Bereicherung für mich selbst als Trainer/Mensch und meine Klienten wahr. Für mich selbst, weil es meiner Meinung nach wesentlich anspruchsvoller ist ein gutes Kleingruppen-PT zu geben als ein klassisches 1:1 PT. Für meine Klienten, weil viele meiner PT-Klienten dieses Programm nach einem mehrjährigen Vergleich beider Formate bevorzugen.

    Ich würde nicht behaupten, dass das Kleingruppen-PT, wie wir es anbieten, eine dem klassischen PT überlegene Trainingsform ist. Wir bieten beide Formate an. Es gibt Personengruppen/Anforderungsprofile/Menschentypen für die ein Kleingruppen-PT nicht das Idealste ist. Es gibt aber auch Menschen, die ein Kleingruppen-PT bevorzugen, und zwar aus anderen Gründen als aus finanziellen. Es bietet viele Vorteile, z.B.: Motivation durch Social Proof von Trainingsresultaten („wenn die zierliche Susi so viel Gewicht nimmt, dann hat Hannah oder Herbert auch weniger Bedenken oder fühlt sich gar motiviert ihr nachzueifern“), soziale Motivation, weil man mit Freunden und Weggefährten trainiert, die ein ähnliches Ziel verfolgen -> das ist für Menschen wichtig, die sonst ein soziales Umfeld haben, dass ihnen keine optimale Unterstützung bei der Erreichung ihrer Fitness- und Gesundheitsziele bietet.

    Es gibt aber wie gesagt viele Menschen, die ein klassisches 1:1 Personal Training nach wie vor bevorzugen. Sei es, weil sie sich die 1:1 Ansprache wünschen oder weil sie, aufgrund gesundheitlicher Probleme und damit verbundenen stärkeren Leistungsschwankungen, darauf angewiesen sind. Während 1:1 PT sicherlich für die Mehrzahl der Unternehmer (und einige andere Minderheiten) die Trainingsdienstleistung der Wahl darstellt, so ist Kleingruppentraining-Personaltraining für die meisten anderen (Noch-)PT-Kunden eventuell die bessere Alternative. Wir betreuen unsere Trainees in einem Verhältnis von ca. 20:80 im 1:1 PT bzw. im Kleingruppen-Personaltraining.

    Ich mache regelmäßig die Erfahrung (mit Kollegen und Klienten), das häufig ein falsches Bild/Verständnis von den Möglichkeiten eines (echten) Kleingruppen-Personaltrainings vorherrscht. Daher habe ich diesen etwas ausführlicheren Blog-Kommentar verfasst, in der Hoffnung zu einem differenzierteren Verständnis von Kleingruppen-Personal Training beizutragen. Freue mich auf Antworten und Austausch. Mit besten Grüßen, Wiktor Baranowski (funcFIT Personal Training)

    • Eginhard Kieß
      Veröffentlicht um 13:02h, 25 März Antworten

      Hallo Wiktor, herzlichen Dank für Deine umfassende Erklärung und Erläuterung. Das hilft sehr und gibt ein besseres Verständnis. Ich möchte ander Stelle nochmals betonen, dass ich presse Kleingruppentraining nicht ablehne; ganz im Gegenteil. Ich persönlich würde es nur nicht mit der Begrifflichkeit “Personal Training” in Kombination setzen, weil das in meinen Augen zu Verwirrung führt und das 1_1 Training verwässert. Deshalb auch der Blick aus der Marketingbrille. Aber wiedersagt, es ist nur meine Meinung; daher sind die Erfahrungen von anderen Kollegen wie Dir sehr wertvoll. Viel Erfolg weiterhin! Eginhard

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