Probetraining

Kostenloses Probetraining im Personal Training

Warum biete ich kein kostenloses Probetraining an?

Um es vorwegzunehmen: Hier gibt es kein RICHTIG und kein FALSCH. Jeder Personal Trainer muss seinen zu ihm passenden Weg und die passende Vorgehensweise finden. Ist es verwerflich, ein kostenloses Probetraining anzubieten? Die Antwort lautet ganz klar: NEIN.

Warum bin ich dann trotzdem so vehement dagegen? 

Es gibt verschiedene Gründe. Zum einen…

Was nichts kostet, taugt nichts.

In diesem Dir sicherlich bekannten Sprichwort steckt ein Funken Wahrheit drin. Warum soll ich meine Arbeitszeit kostenfrei zur Verfügung stellen? Es ist meine Zeit, in der ich mich um mein Marketing, mich um meine Akquise kümmern, Trainingspläne ausarbeiten, meine Buchhaltung machen kann. Nun könntest Du natürlich sagen, dass ein Probetraining ja auch Akquise ist. Richtig, aber warum kostenfrei? Was hat der potentielle Klient davon? Was hast Du davon? Überlege Dir hier eine richtig gute Antwort…

Kann ich wirklich gut sein?

Für mich geht es vor allem darum, dass ich niemals die Möglichkeit habe, einen mir unbekannten Menschen in einem Probetraining ein wirklich richtig gutes Personal Training anbieten zu können. Woher soll ich wissen, wie ich ihn vernünftig belasten kann? Welche Übungen sind die richtigen? Welche Ziele hat der Klient? Welche Wünsche? Welche Erwartungen? Womit kann ich ihn begeistern? Weiß ich, ob er kurz vor einem Herzinfarkt steht? Welche gesundheitlichen Einschränkungen liegen vor? Und ich könnte hier noch viele Gegenargumente finden.

Ein professionelles Personal Training beginnt für mich immer mit einer umfangreichen Anamnese, in der alle relevanten Gesundheits- und Motivationsfragen geklärt werden. Erst dann bin ich in der Lage, ein halbwegs vernünftiges erstes Personal Training zu erarbeiten und durchzuführen. Und dann dauert es noch mindestens ein paar weitere Trainingseinheiten, bis ich all mein Potential in das Training einbringen kann und mein Klient weiß, wie genial Personal Training ist.

Somit kann ich meiner Meinung nach in einem Probetraining nur verlieren. Allein die Vorstellung, dass in einem Probetraining dem Klienten etwas passiert, weil ich eben z.B. keine gesundheitlichen Risiken abgefragt habe, ist mir persönlich viel zu groß. Und wenn ich ihn aufgrund meiner Vermutungen nur sehr gering belaste, ist er wohl eher unzufrieden, weil es womöglich nichts gebracht hat. Für mich persönlich wiedersagt alles zu schwierig.

Ich möchte nochmals betonen, dass meine Einstellung nicht zwangsläufig richtig ist und diese Thematik hat für mich nichts mit “kostenlosen Personal Training Gutscheinen” zu tun. Das ist etwas völlig anderes. Allerdings würde ich einen Gutschein auch stets an eine erste Anamnese koppeln.

Ich hatte zu dem Thema schon einmal einen Beitrag geschrieben. Hier findest Du ihn…

Wie gehen andere Branchen mit dem Thema “kostenlose Dienstleistung” um?

Mich interessierte es brennend, wie man in anderen Branchen damit umgeht. Ich war beim Frisör und hab nach einem kostenlosen Probehaarschnitt gefragt. Wie es mir dabei ergangen ist, erfährst Du in den beiden Videos.

Zum Ansehen des YouTube-Videos musst Du auf das Bild klicken. Beim Laden des Videos Maps werden personenbezogene Daten, wie Deine IP-Adresse an YouTube übertragen.

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1Kommentar
  • Klaus Merk
    Veröffentlicht um 10:39h, 04 November Antworten

    Perfekt. Kann man nicht besser darstellen!
    Kompliment

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